Innovage Jahrestagung 2026: Erfahrung trifft Zukunft
Wie wird aus dem Austausch zwischen Generationen eine Zusammenarbeit, die etwas bewegt? An der Innovage-Jahrestagung in Olten verbanden sich neue Perspektiven mit langjähriger Erfahrung. Und es wurde darüber reflektiert, wie beides die Beratung gemeinnütziger Organisationen bereichern kann.
Innovage engagiert sich mit dem Wissen pensionierter Fach- und Führungspersonen für gemeinnützige Vorhaben. Und Innovage hat eine Vision – die Vision einer Welt, in der Erfahrung generationenübergreifend Zukunft baut. Gemeinsam mit Studierenden und Fachpersonen der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW gingen die Teilnehmenden dem Mehrwert generationenübergreifender Zusammenarbeit nach: für die Beteiligten, für die beratenen Organisationen und für die Gesellschaft.
Freiwilliges Engagement im Wandel

Yves Bachofner, Wissenschaftlicher Mitarbeiter FHNW, beleuchtete in seinem Impulsreferat die Voraussetzungen gelingender Freiwilligenarbeit. Vertrauen, Anerkennung und Beziehungen spielen dabei ebenso eine Rolle wie klare Strukturen und Gestaltungsspielräume. Daniel Lozano, Dozent FHNW stellte die projektförmige Praxisausbildung der FHNW vor und zeigte Anknüpfungspunkte zwischen Studium und Beratungspraxis auf.
Im Verlauf einer Podiumsdiskussion reflektierten Studierende, Fachpersonen der FHNW und Mitglieder von Innovage über gegenseitiges Lernen und Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Wie offen sind erfahrene Beratende für Widerspruch? Wie können jüngere Menschen Verantwortung übernehmen? Und welchen Beitrag müssten beide Seiten leisten, damit eine Partnerschaft gelingt?
Gemeinsam lernen braucht Augenhöhe
Im zweiten Teil der vom Netzwerk Bern-Solothurn organisierten Tagung vertieften die Innovage-Mitglieder an Tischrunden die Möglichkeiten einer konkreten Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob und allenfalls wie Erfahrungswissen und neue Sichtweisen gezielt zusammengebracht werden können: Kritische Fragen können helfen, vertraute Antworten zu überprüfen. Studierende bringen aktuelle Ausbildungsinhalte ein und erproben ihr Wissen an konkreten Aufgaben. Innovage-Mitglieder erhalten Gelegenheit, ihre altbewährten Vorgehensweisen zu reflektieren und selbst dazuzulernen. Beide Seiten müssen bereit sein zuzuhören, Unterschiede auszuhalten und voneinander zu lernen.
Parallel dazu tauschten sich Studierende mit erfahrenen Innovage-Projektleitenden über das Gelingen und Scheitern von Projekten aus.

Wie weiter?
Für weitere Schritte ist entscheidend: Hilft die Zusammenarbeit, bessere Lösungen für die beratenen Organisationen zu finden? Lernen die Beteiligten dazu? Und lohnt sich der zusätzliche Aufwand? Die Synthese aus den Tischrunden und dem Austausch mit den Studierenden soll helfen, geeignete Formen der Zusammenarbeit weiter zu konkretisieren.